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Trinkwassergewinnung

Trinkwasser muss immer den höchsten Gütekriterien genügen und immer der höchstmöglichen Qualität entsprechen, denn sauberes Trinkwasser ist die Voraussetzung für ein gesundes Leben. Einwandfreies Trinkwasser muss folgende Anforderungen erfüllen:

  • frei von Krankheitserregern
  • geschmacklich einwandfrei
  • farblos, geruchlos
  • nicht gesundheitsschädigend
  • geringer Anteil an gelösten Stoffen (mit Ausnahme der Wasserhärte)

Trinkwasser wird hauptsächlich aus Grundwasser und Quellwasser gewonnen. Oberflächenwasser wird heute nur gelegentlich genutzt.

Grundwasser

64 % des Trinkwassers in Deutschland werden aus Grundwasservorräten gewonnen. Grundwasser ist nichts anderes als Wasser, das tief in den Boden versickert ist. Besonders sauber ist Grundwasser, wenn es mehrere Schichten von Sand und Kieselsteinen durchlaufen hat. Durch Lehm oder festes Gestein kann das Wasser nicht hindurchsickern. Es lagert sich als Grundwasser an. Von dort wird es über Brunnenrohre nach oben gepumpt und in einem Wasserwerk gereinigt und ständig kontrolliert.

Quellwasser

Nur 8 % des Trinkwassers in Deutschland kommen aus Quellen. Von Bundesland zu Bundesland ist das jedoch unterschiedlich, je nachdem wie viele Quellen es gibt.

Wie entsteht eine Quelle?
Zunächst versickert Regenwasser im Boden. Stößt es auf eine wasserundurchlässige Schicht, lagert es sich an. Quellen treten dort hervor, wo diese Wasserschicht die Erdoberfläche schneidet. Diese Art von Quellen nennt man Schichtquellen. Überlaufquellen dagegen werden von Tiefenwasser gespeist. Diese Wasserschicht liegt tief in der Erde und wird zum Beispiel durch natürlich vorhandene Kohlensäure zum Austritt gezwungen.

Oberflächenwasser

Oberflächenwasser ist das Wasser eines Sees oder Flusses. Dieses Wasser ist normalerweise noch nicht trinkbar. Es muss zunächst in einem Wasserwerk aufbereitet werden. Der Bodensee ist ein Beispiel für diese Art der Trinkwassergewinnung. Er ist einer der größten, natürlichen Wasserspeicher Europas und versorgt ca. 4 Millionen Menschen mit Trinkwasser. Über den Rhein wird der See mit Wasservorräten aus den Alpen versorgt. Aus 60 m Tiefe, wo das Wasser sauber und klar ist, wird das Trinkwasser entnommen. Danach wird das Wasser gereinigt, bevor es in großen Röhren über das ganze Land verteilt wird. Man nennt dies Fernwasserversorgung, da das Wasser von weit her geholt werden muss.

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