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Am Ende der durch Gewinnung, Aufbereitung und Speicherung gekennzeichneten Behandlungs- und Transportkette steht in der Wasserversorgung die Verteilung. Sie hat die Aufgabe, das Wasser den Abnehmern im gesamten Versorgungsgebiet so zuzuführen, dass es zu jeder Zeit in ausreichender Menge und mit genügendem Druck sowie in guter Qualität zur Verfügung steht. Die Wasserverteilung als öffentliche Einrichtung beginnt am Ausgang des Wasserspeichers bzw. Wasserwerkes und endet mit der Messeinrichtung (Wasserzähler) der Hausinstallation. Die Wasserverteilung erfolgt durch Rohrleitungen in verschiedenen Werkstoffen und Dimensionen. Den wesentlichen Anteil an den Rohrleitungen machen die Rohre selbst aus; dazu zählen weiterhin Verbindungsstücke (in Abhängigkeit des Rohrwerkstoffes), Formstücke zur Herstellung von Abzweigen, Krümmungen bzw. Übergängen auf andere Rohrwerkstoffe, ferner zahlreiche Armaturen wie z.B. Absperrschieber, und schließlich Vorrichtungen für den Feuerschutz (Unter- und Überflurhydranten). Bei den Rohrleitungen unterscheidet man zwischen Zubringerleitungen/Fernleitungen sind Wasserleitungen zwischen Wassergewinnungs- und Versorgungsgebieten.
Verbindungsleitungen sind Wasserleitungen außerhalb der Versorgungsgebiete, die Versorgungsgebiete (Orte) miteinander verbinden.
Versorgungsleitungen (Ortsleitungen) sind Wasserleitungen innerhalb des Versorgungsgebietes im bebauten Bereich.
Anschlussleitungen (Hausanschlüsse) sind die Wasserleitungen von der Abzweigstelle der Versorgungs-/Verbindungs- und Zubringerleitung bis zur Übergabestelle (Hauptabsperrvorrichtung bzw. Wasserzähler).
Bei der hydraulischen Bemessung und Ausführung von Versorgungsnetzen wird grundsätzlich zwischen Verästelungsnetz und Ringnetz unterschieden, wobei letzteres aufgrund einer größeren Versorgungssicherheit zu bevorzugen ist. VerästelungsnetzBeim Verästelungsnetz verzweigen die einzelnen Versorgungsleitungen wie Äste eines Baumes von den Haupt- bzw. übergeordneten Versorgungsleitungen ab und enden als sogenannte Stichleitungen. Bei Versorgungsunterbrechungen sind somit auch alle nachgeschalteten Netzteile betroffen. Stichleitungen sind aufgrund von Stagnationsproblemen häufiger zu spülen. RingnetzBeim Ringnetz sind die einzelnen Versorgungsstränge weitgehend miteinander verbunden. Die Ringnetze gewährleisten dadurch eine hohe Betriebssicherheit, einen gleichmäßigeren Versorgungsdruck und damit auch eine höhere Sicherheit bei der Löschwasserversorgung. Bei einem Rohrbruch oder bei anderen Störungen fällt lediglich ein kleiner Abschnitt zwischen zwei Schiebern aus, da die Versorgung von zwei Seiten aus erfolgen kann. Die Baukosten sind aufgrund der größeren Leitungslängen und einer größeren Anzahl von Absperrschiebern höher als beim Verästelungsnetz. In den gewachsenen Verteilungsnetzen herrschen meistens Kombinationen beider Netzformen vor, wobei man sich für einzelne Netzteile die jeweiligen Vorteile zunutze macht. zurück zur Übersicht Trinkwasser
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